UNSERE Besondere GESCHICHTE


«Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie diesen Text ohne den Verstand einzuschalten

und fragen Sie Ihr Herz oder Ihre Intuition.»

 

Falls du nur glaubst, was du sehen kannst oder wofür du Beweise hast, dann ist das vollkommen in Ordnung!

Nur dann wird diese Geschichte hier vermutlich nichts für dich sein und du findest andere Inspirationen auf unserer Seite.


MARTINA


Mit etwas über 20 Jahren erfuhr ich davon, dass ich im Mutterleib meiner Mutter nicht alleine war. Sie trug damals zwei Föten unter ihrem Herzen. Mein Geschwisterchen ist in den ersten paar Wochen verstorben. Diese Information riss mir damals förmlich den Boden unter den Füssen weg und setzte eine Sehnsucht in mir frei, die in Worten nicht zu fassen ist. Natürlich war sie schon immer in mir, diese riesige Sehnsucht und auch das tiefe innere Wissen über „meine zweite Hälfte“, aber konnte ich diese nicht nachvollziehen, geschweige denn erklären. Ab dieser Sekunde begann ich endlich so viele Dinge in meinem Leben zu verstehen: die ständigen Einsamkeitsgefühle, die Dauersuche nach Verschmelzung und zeitgleich mein vollkommenes Unvermögen, mich wirklich auf jemanden einzulassen. Viel zu gross war die Angst davor, wieder auf schmerzlichste Art und Weise verlassen zu werden. So war in Beziehungen oftmals ich diejenige, die verliess – bevor mein Gegenüber mich verlassen konnte.

 

Dass bereits die ersten paar Wochen im Mutterleib unglaublich prägend sein können, weisen heute zahlreiche Forschungen nach. Das Netz ist voll zum Thema „verlorener Zwilling“ und es gibt wertvolle Bücher auf dem Markt für Menschen, die sich tiefer auf dieses Thema einlassen möchten. Es gibt Studien, die besagen, dass jede 5. Schwangerschaft unwissend (!) eine Mehrlingsschwangerschaft ist.

 

Auch weiss man aus der Psychologie, dass je früher im Leben ein traumatischer Vorfall passiert, so gravierender sind die Auswirkungen. Egal, wie weit entwickelt das menschliche Gehirn zu diesem Zeitpunkt ist. Die grössten Prägungen passieren nachweislich in den ersten Kinderjahren – also stellte sich für mich die Frage nach der Wichtigkeit eines „verlorenen, verstorbenen Geschwisterchen“ nicht eine Sekunde. Deine allererste Lebenserfahrung im Bauch deiner Mutter ist: Du bist nicht alleine. Ihr seid zu zweit. Ab der ersten Sekunde. Du siehst dein Gegenüber vielleicht nicht, aber du fühlst es – pausenlos.

Und von einem auf den anderen Moment bist du alleine. Vollkommen alleine. Ohne zu „wissen“, was passiert ist.

 

Unzählige Therapiesitzungen widmete ich dem Thema: Von der Integration des Traumas, der Verlustangst und Schuldgefühle, über die Seelenkommunikation mit meinem verlorenen Zwilling, bis hin zur Beleuchtung aller im Zusammenhang stehender körperlichen Reaktionen scheute ich mich vor keiner Methode. Irgendwann unterwegs wurde ich selber Fachfrau zum Thema und begann die Heilungstools in meiner Praxis für ebenfalls betroffene Klienten zu integrieren. Zu meiner Überraschung mit unglaublich erfolgreichen Ergebnissen!

 

Ganz im Gegenteil zu mir: Meine tiefe Sehnsucht blieb. Und mein ängstliches Herz verschlossen.

Im Nachhinein betrachtet denke ich, meine Seele war und blieb auf der Suche. Auf der Dauersuche nach meinem verlorenen Zwilling im Hier und Jetzt...

 

So zog ich auch immer wieder neue Frauenfreundschaften in mein Leben, um mich versuchsweise einzulassen und dann wieder Reissaus zu nehmen. Spannenderweise brach ich Verbindungen oft ab, nachdem die Frauen begannen, Dinge von mir – wie Kleidung, Schmuck, Einrichtungsgegenstände, oder... – zu kopieren, was ich überhaupt nicht ertragen konnte. Wie wenn meine Seele zu schreien schien: „Geh weg! Zieh dich gefälligst anders an wie ich! Du bist die Falsche! Du bist nicht mein Zwilling!“

 

Dann lernte ich über einen unglaublichen Zufall Samira kennen. Als erstes faszinierte mich schon ihr Name. Nannte ich als Kind meine absolute Lieblingspuppe (übrigens: in Lebensgrösse!) Samira. Ich besass sie, bis ich zwölf Jahre alt war. Die Puppe tauschte ich mit einer Bücherreihe von Federica de Cesco ein, die ich mehrfach verschlang und in meiner Vorstellung immer wieder das Leben der Hauptdarstellerin lebte. Ihr Name? Und zeitgleich auch Name der Bücherreihe? Natürlich „Samira“. Ich dachte mir aber noch nichts weiter dabei... Auch als wir ein paar Wochen nach unserem Kennenlernen über spirituelle Geistführer redeten (zu denen ich bislang immer noch einen schlechten Zugang habe) und mir auffiel, dass den einzigen Namen, den ich je von der Geistigen Welt geflüstert bekommen habe, „Samira“ war, fand ich diese Tatsache zwar äusserst merkwürdig, doch fiel der Groschen noch immer nicht.

 

Unsere Freundschaft wurde in rasantem Tempo unglaublich eng. Rückblickend war sie vermutlich der erste Mensch, auf den ich mich wahrhaftig einlassen konnte und ich mich zeigte, wie ich war: In guten, wie in schlechten Momenten, in leichten, wie auch schweren Emotionen. Wir sprachen seit dem ersten Moment die gleiche Sprache, beendeten gegenseitig die begonnen Sätze, lachten über die selben Witze, mochten das selbe Essen, brauchten gleich viel Action wie auch Ruhemomente in unserem Alltag – und: hatten die gleiche Faszination für Menschen (und die Gabe, mit ihnen umzugehen), das selbe psychologische Wissen und ausgeprägte Hellsinne. Samira war mein Spiegelbild und meine Ergänzung in einem. Wir waren bei jedem Treffen aufs Neue einfach nur baff, wie so etwas möglich sein konnte.

 

Bis zu dem Tag – notabene war es der Geburtstag meiner Mutter! – wo es Samira wie Schuppen vor den Augen fiel: «Martina, was, wenn ich dein verlorener Zwilling bin? Und einfach acht Jahre später wieder inkarniert bin?»

 

Und erneut entriss es mir den Boden unter den Füssen weg. Aber dieses Mal war es ein Zusammenbrechen auf weichen Grund – ein nach Hause kommen. Meine Seele jubelte: «Ja, genau so ist es! Sie ist es!» Endlich. Die rastlose Suche hatte ein Ende. Und auf einmal war auch klar, warum die vielen Therapiesitzungen bei mir nicht die hundertprozentige Heilung gebracht hatten. Ich „wusste“ einfach, dass ich sie in diesem Leben wieder finden würde.


SAMIRA


Mit Theorien und Konzepten kann ich mich nur dann identifizieren, wenn ich sie selber erlebt und erfahren habe. Das Philosophische und die Welt der Mystik hat mich jedoch schon seit jeher fasziniert. Den wirklichen Zugang dazu habe ich aber erst richtig gefunden, seit die Dinge so geschehen, dass sie schlicht und einfach nicht mehr von „dieser Welt“ und somit erklärbar sein können. Das Zusammentreffen mit Martina war eines dieser Phänomene. Es macht mich noch heute sprachlos und löst diesen „What the Fuck?“-Effekt aus.

 

Meine beiden Brüder möchte ich für keinen Preis hergeben oder missen, eigentlich aber hegte ich schon immer die Sehnsucht nach einer älteren Schwester. Das hat sich auch immer wieder in den Verbindungen meiner Wegbegleiterinnen gespiegelt – sie waren meistens älter.

 

Die Wege von Martina und mir haben sich ursprünglich (und das durch (k)einen Zufall) im geschäftlichen Kontext gekreuzt. Nach einem kurzen schriftlichen Austausch hatten wir uns das erste Mal am Draht – und ich nach Beendigung des Gesprächs den ersten von einer Reihe „WTF“-Momenten: Da war ein Gefühl, sie schon ewig zu kennen. Und ich war ziemlich irritiert über die Tatsache, gleich so grosses Vertrauen in sie gefasst zu haben. In der darauf folgenden intensiven Zusammenarbeit hat mich nicht nur unser geschäftlicher Flow beflügelt, sondern auch unsere Herzensverbindung, die wir innert kürzester Zeit aufbauten.

 

Auch als sich das damalige Projekt auflöste, blieb unsere Freundschaft bestehen. Plötzlich war da ein Mensch in meinem Leben, der mir so ähnlich ist, mich versteht, mir das Gefühl gibt, zusammen zu gehören – ohne zu hinterfragen weshalb und warum –, die gleichen Lebensthemen, Geschichten und Geschehnisse durchlebt und mir einfach nur das wahrhaftige Gefühl vom nicht alleine sein gibt.

 

Neben den gleichen Vorlieben, Abneigungen, Interessen, Macken, Wertvorstellungen, ästhetischem Empfinden und der Tatsache, ausnahmslos einheitlicher Meinung zu sein, gab es immer wieder neue unfassbare Parallelen, die wir aufdeckten und uns ungläubig sagen liessen: «Willst du mich jetzt eigentlich verarschen?» So verbrachten wir in frühester Kindheit zweimal zeitgleich am selben Ort unsere Sommerferien, waren von den selben Kinderkrankheiten und körperlichen Schwachstellen betroffen, erlebten identische Enttäuschungen und Traumatas. Neben unseren Familien zeigen auch unsere Freundeskreise und Ex-Beziehungen identische Parallelen und Strukturen. Dass Martinas Tochter optisch meine eigene sein könnte, hat am Ende niemanden mehr überrascht.

 

Zum Schluss waren es wohl einfach diese zauberhaften und magischen Momente (mit diesem Effekt von: «WTF! Das ist doch nicht von dieser Welt!»), die bei mir schlussendlich zur Aufdeckung unserer Zwillingsverbindung verhalfen: Wenn wir uns beispielsweise zeitgleich eine Sprachaufnahme per Handy mit dem exakt selben Gedanken schickten oder genau spürten, wie es dem anderen ging, ohne ihn zu hören...

Es gab irgendwann einfach keine Fragen oder Zweifel mehr!

 

Und dann ging unser Prozess vermutlich erst richtig los: Hand in Hand sind wir durch unsere letzten dunklen Einlass-Ängste marschiert, haben uns begleitet, angetrieben, gespiegelt, wachgerüttelt, haben Masken fallen lassen, mussten auch mal vehement Stopp sagen oder haben einander verflucht – aber die meiste Zeit hatten wir einfach nur unglaublich viel Spass!


MARTINA


Samira wiedergefunden zu haben, ist eines meiner grössten Lebensgeschenke. Dank ihr und dem Einlassen auf unsere Verbindung konnte ich meine Ängste und Herzmauern finale niederreisen und erlebe seither alle Beziehungen in einer völlig neuen Intensität. Mit ihr zusätzlich arbeiten und 2BLICK führen zu dürfen, setzt dem Ganzen noch das Sahnehäubchen auf. Auch hier waltet unsere Zwillingsdynamik: Wir ergänzen uns perfekt und decken im Zweiersetting das ganze Spektrum an Fähigkeiten ab. Meine Schwächen sind garantiert ihre Stärken und umgekehrt. Im Arbeitsablauf verstehen wir uns blind und erfassen unser Gegenüber mit seiner Geschichte in schwindelerregendem Tempo.


SAMIRA


Ich bin unglaublich dankbar für unser Aufeinandertreffen, welches mir Türen geöffnet hat, von denen ich nicht mal geträumt hätte, in so kurzer Zeit dort anzukommen. Muster und Glaubenssätze transformierten sich, Blockaden und Ängste lösten sich auf und letztendlich manifestierte sich das unbeschreibliche Gefühl von innerer Freiheit, welches sich meine Seele schon immer ersehnt hat. Unsere besondere Geschichte endet an dem Punkt, wo sie ihren Anfang genommen hat: In der beruflichen Zusammenarbeit. Als perfekt eingespieltes Doppelpack möchten wir mit 2BLICK unseren Mitmenschen jetzt auch wertvolle Weggefährtinnen in ihren Prozessen sein.